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Die Umwelt liegt uns am Herzen

Wir haben den Anspruch, Ökologie und Ökonomie nachhaltig zu vereinen.

Ökologie und Ökonomie zu vereinen, ist das Ziel aller Nachhaltigkeitsaktivitäten bei Villeroy & Boch. Schwerpunkte sind dabei die Verbesserung der Energie- und Rohstoffeffizienz, die Ressourcenschonung durch Optimierungen im Produktionsprozess, die Reduzierung der Abwassermenge und Belastung sowie die Reduzierung von CO₂-Emissionen und weiterer Abgase.

Die Tatsache, wie viele Kunden sich über die Umweltfreundlichkeit unserer Fertigungen informieren, zeigt, wie stark die Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft zugenommen hat.

Effiziente Energie mit eigenem Blockheizkraftwerk

Die Umwelt schonen, CO₂-Emission reduzieren und verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen: Seit der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks am Bad- und Wellness-Produktionsstandort Mettlach im Jahr 2014 leistet Villeroy & Boch einen wichtigen Beitrag. Das erdgasbefeuerte Blockheizkraftwerk erzeugt jährlich rund 15.000 MWh Wärme und 15.700 MWh Strom – dies entspricht circa 90 Prozent des Gesamt-Strombedarfs am Standort. Profiteur dieses Energiekonzepts ist die Umwelt, sinkt die CO₂-Emission doch um etwa 4.000 Tonnen jährlich. Möglich machen dies ein höherer Wirkungsgrad der Anlage und die Tatsache, dass unter Einsatz von Gas nun Wärme und Strom gleichzeitig erzeugt werden. Der Villeroy & Boch-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, den spezifischen Energieverbrauch (Strom und Gas) bis spätestens 2024 über alle Konzernstandorte hinweg um 15 Prozent zu reduzieren.

Druckgussverfahren – nachhaltige Formgebung

Bei der Produktion von Keramik wird zwischen zwei Gießverfahren unterschieden: dem Batteriegießverfahren und dem Druckgussverfahren. Villeroy & Boch setzt neben dem energieintensiveren Batteriegießverfahren verstärkt auf das energieeffizientere Druckgussverfahren. Die Besonderheit: Mit hohem Druck wird dem Schlicker Wasser entzogen und durch Vakuum der Kunststoffform. Die Schlickerreste werden nach der Scherbenbildung mit Wasser durchspült. Dadurch erhöht sich zwar der Wasserverbrauch, der Energieaufwand für die Formgebung reduziert sich aber gegenüber dem konventionellen Verfahren um ganze 90 Prozent.

Mit der Mikrofiltrationsanlage Umwelttechnik in den Produktionsprozess integrieren

Erhöhung der Rohstoffproduktivität bei gleichzeitiger Minimierung des Energieverbrauchs: Das schafft die Mikrofiltrationsanlage bei Villeroy & Boch. Im Rahmen eines Umweltprojekts wurde das optimale Verfahren für das Recycling von Glasuren ermittelt. Durch den Einsatz der modernen Mikrofiltrationsanlage werden jährlich mehreren 100 Tonnen Glasur zurückgewonnen. Die positive Energie-Bilanzierung ist deutlich: Rund 30 Tonnen CO₂ werden dabei jährlich eingespart.

Energieeffiziente Produktionsstandorte durch Umwelt- und Energiemanagementsysteme

Weltweit steht an den 14 Produktionsstandorten von Villeroy & Boch in Europa, Mexiko und Asien die Reduzierung des Energie-, Wasser- und Rohstoffverbrauchs sowie der CO₂-Emission im Vordergrund: Der Anspruch einer umfassenden Umweltvorsorge wurde in der Umwelt-und Energiepolitik des Villeroy & Boch-Konzerns formuliert.  Aufgrund der Umweltrelevanz von Energieverbrauch hat die Energiereduzierung für Villeroy & Boch höchste Priorität. Die Konzern-Standards für Umwelt-und Energieverbräuche spiegeln zwei Managementsysteme nach internationaler Norm wider.

Beide Managementsysteme sehen die Festlegung von Umwelt- und Energiezielen vor, deren Realisierung in regelmäßigen Zeitabständen überprüft wird. Viele der weltweiten Produktionsstandorte von Villeroy & Boch sind nach Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 und Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 zertifiziert und werden regelmäßig auf die Anforderungen dieser Managementsysteme hin auditiert.
Zusätzlich besitzen drei deutsche und ein schwedischer Standort das Zertifikat nach der EU-Umweltauditverordnung EMAS III.

EMAS, die Kurzbezeichnung für Eco Management and Audit Scheme, wurde von der europäischen Union entwickelt und gilt für die EU-Länder als Öko-Audit-Verordnung. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftssystem aus Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung für Organisationen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Die EMAS-Verordnung (Öko-Audit-Verordnung) misst der Eigenverantwortung der Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer direkten und indirekten Umweltauswirkungen eine entscheidende Rolle bei und bezieht sich auf einen definierten Standort.