NACHHALTIGER UMWELTSCHUTZ ALS UNTERNEHMENSPRINZIP

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit besitzen in der Unternehmensphilosophie von Villeroy & Boch einen besonders hohen Stellenwert. Um ökologisch sinnvolle und zugleich ökonomisch tragbare Technologien entwickeln und einsetzen zu können, setzt Villeroy & Boch auf Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse, auf stetige Weiterentwicklung und Innovationen: Das Unternehmen übernimmt Verantwortung für jetzige und künftige Generationen und schafft die Basis für langfristigen Erfolg im Einklang mit nachhaltigem Umweltschutz.

Umweltoptimierte Herstellungsprozesse und Forschungsprojekte

Ein zentrales Umwelt-Management steuert alle umweltrelevanten Prozesse des Konzerns und vernetzt die Standorte weltweit. Dabei agiert Villeroy & Boch im Sinne eines prozessintegrierten Umweltschutzes, der bereits in der Fertigung ansetzt.

 

So konnten bei der Keramikproduktion in den letzten Jahren Energieeffizienz und Produktivität maßgeblich gesteigert werden – nicht zuletzt dank des im Tischkulturwerk Torgau angewandten Druckgussverfahrens zur Herstellung der aktuellen, asymmetrischen Geschirrformen. Durch das neue Abwassersystem für die Glasuraufbereitung ist die Rückgewinnung von ca. 300 Tonnen trockener Glasurrohstoffe pro Jahr möglich. Gleichzeitig wurde die Abwassermenge, die in die Saar eingeleitet wird, um die Hälfte reduziert. Bei der Herstellung von Keramikprodukten entstehen extrem hohe Temperaturen – ein großer Teil der Abwärme wird über eine Wärmerückgewinnungsanlage für die Trocknung der Produkte eingesetzt. Mit einer hohen Investition in ein Blockheizkraftwerk will Villeroy & Boch die Energieeffizienz darüber hinaus in Zukunft noch erhöhen.

Um aus Abwärme Strom zu gewinnen, wurde im Jahr 2011 in der Sanitärfabrik Mettlach eine weltweit einzigartige Energierückgewinnungsanlage installiert, die nach dem ORC-Verfahren (Organic Rankine Cycle) arbeitet. Der in der Anlage erzeugte Strom wird ins Netz von Villeroy & Boch gespeist und selbst verbraucht.

Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Energieeffizienz wirksam gesteigert werden kann, ist der Tischkultur-Brennofen im Werk Merzig, der so optimiert wurde, dass er 4.200 Tonnen CO2 pro Jahr einspart.

 

Hinzu kommen  unterschiedliche Projekte aus dem Bereich der angewandten Forschung, wie beispielsweise  SIMSAN in der Keramikproduktion, dessen Ziel es ist, Ressourcen und Energie optimal zu nutzen und dabei den CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten. Im Rahmen des Projektes Dry Control wird ein neuer, effizienter Kontroll- und Trocknungsprozess entwickelt, der allein für den Standort Mettlach Einsparungen von 1.550 Tonnen keramischer Rohstoffe, von 15.000 MWh Energie und von 2.200 Tonnen CO2-Emissionen bringen soll.

Die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sind ebenfalls Teile der  gesamten Umwelt- und Arbeitsschutzstrategie von Villeroy & Boch: In der Sanitärkeramikfabrikation werden seit über 20 Jahren keine Bleiverbindungen mehr verwendet. Auf das in der keramischen Industrie ansonsten noch immer eingesetzte Bleioxyd verzichtet Villeroy & Boch komplett.

Innovative, umweltgerechte Produkte

Bei der Entwicklung von innovativen Produkten werden Umweltaspekte in besonderer Weise berücksichtigt. Moderne Verbraucher wünschen sich umweltfreundliche Produkte, durch die sie einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Ein schönes Beispiel aus dem Unternehmensbereich Bad und Wellness ist hier das Omnia GreenGain-WC, bei dem der Wasserverbrauch pro Spülung lediglich 3,5 Liter beträgt. Das bedeutet eine Ersparnis von 40 Prozent gegenüber herkömmlichen WCs, und das bei gleicher Spülleistung. Wählt man zudem bei der Dual-Flush-Spülung die kleinere Spülmenge, verbraucht das WC sogar nur 2 Liter Wasser pro Spülgang. Auch bei Urinalen setzt Villeroy & Boch Maßstäbe: Ein innovatives „Absaugformstück“ reduziert die übliche Spülmenge von 2 bis 3 Litern auf 0,8 Liter.

Im Bereich der Armaturen sind die Einhebelmischer Cult, La Fleur und Circle mit einem Luftsprudler ausgestattet, der Wasser und Energie einspart. Und auch die Reinigungsfreundlichkeit macht ein Produkt umweltgerecht: Ceramicplus, eine veredelte Keramikoberfläche für Sanitärprodukte, ist besonders leicht zu reinigen. Der Effekt: ein deutlich geringerer Verbrauch von Wasser und Reinigungsmitteln.

 

Umwelt-Engagement mit Zertifikat

Auf vielen Feldern übertrifft Villeroy & Boch die gesetzlich vorgeschriebenen Umwelt-Standards. Urkunden und Zertifikate bestätigen das. So erreichten das schwedische Werk Vargarda und das Sanitärwerk Mettlach den nach strengen europäischen Kriterien ausgerichteten EMAS Umwelt-Standard und qualifizierten sich für die weltweit geltende Zertifizierung nach ISO 14001. Noch in diesem Jahr werden auch die deutschen Tischkultur-Standorte Torgau und Merzig nach den Kriterien der ISO 14001 und EMAS in Form von Zertifizierung und Validierung bestätigt.